Bei der Halle 17 im Kölner Clouth-Quartier wurde eine denkmalgeschützte ehemalige Produktionshalle zu einem gemischt genutzten Gebäude mit Wohnungen und Gewerbeeinheiten umgebaut. Dabei blieben insbesondere die historische Ziegelfassade und Teile der Stahlfachwerkkonstruktion erhalten und wurden in das neue Gebäudekonzept integriert.
Aus bauphysikalischer Sicht lag die besondere Herausforderung in der Ertüchtigung der historischen Bausubstanz mittels Innendämmung im Spannungsfeld zwischen Energieeffizienz und Denkmalschutz. Wesentliche Planungsaspekte waren ein ausreichender Wärme- und Feuchteschutz der Gebäudehülle, die Vermeidung von Wärmebrücken sowie sichere Anschlüsse zwischen den erhaltenen Bauteilen und den neu eingefügten Konstruktionen. Aufgrund der Umnutzung zu Wohnungen und Gewerbeflächen waren außerdem erhöhte Anforderungen an den Luft- und Trittschallschutz sowie an den Schutz gegenüber Außen- und Gewerbelärm zu berücksichtigen. Ziel war es, die bauphysikalischen Anforderungen an einen zeitgemäßen Wohn- und Gewerbebau mit dem Erhalt des industriellen Charakters der rund 125 Meter langen Halle zu verbinden.